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	<title>Personal &#38; Training &#187; Start-Up</title>
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	<description>Der Blog für Personaler</description>
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		<title>Venture-Capital-Gesellschaften haben ein bedrohliches Personal-Problem</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 13:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gerwert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wagniskapital-Firmen suchen dringend Nachwuchs. Doch der ist nicht mal mit Geld zu ködern Düsseldorf / Christoph Hus. Mehrere Monate lang hatte Jürgen van Zwoll für eine Risikokapitalgesellschaft nach einem neuen Investment-Manager gesucht. Doch die Präsentation seiner fünf Kandidaten geriet für den Personalberater aus Bad Homburg zum Fiasko. Sein Kunde schickte ihn zurück an die Arbeit: [...]]]></description>
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<p>Wagniskapital-Firmen suchen dringend Nachwuchs. Doch der ist  nicht mal mit Geld zu ködern</p>
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<p>Düsseldorf / Christoph Hus. Mehrere  Monate lang hatte Jürgen van Zwoll für eine Risikokapitalgesellschaft  nach einem neuen Investment-Manager gesucht. Doch die Präsentation  seiner fünf Kandidaten geriet für den Personalberater aus Bad Homburg  zum Fiasko. Sein Kunde schickte ihn zurück an die Arbeit: Keiner der  Kandidaten, alle gestandene Unternehmensberater und Investmentbanker,  passte ihm ins Konzept. &#8220;So etwas ist der Horror jedes  Personalberaters&#8221;, stöhnt van Zwoll.</p>
<p><span id="more-112"></span>Die Venture-Capital-Gesellschaften (VC) haben ein bedrohliches  Personal-Problem. Auf den Schreibtischen türmen sich Bewerbungen, doch  kaum einer der Interessenten passt zu den Wünschen der Arbeitgeber. &#8220;Wir  finden zwar neue Mitarbeiter, aber wir hätten gern bessere&#8221;, bringt  Ernst Mannheimer, Partner beim Risikokapitalgeber Wellington in München  das Problem auf den Punkt.</p>
<p>Der Traum eines neuen VC-Investment-Managers sieht so aus: Er hat  mehrere Jahre Berufserfahrung im Wagniskapital-Geschäft &#8211; mindestens  aber versteht er etwas von Beratung und Investmentbanking und ist  gleichzeitig Internet- oder Biotech-Experte.</p>
<p><strong>Geld ist für die Guten nicht alles</strong></p>
<p>Für viele VC-Geber bleibt es ein Traum, einen Mitarbeiter dieses  Schlages zu finden. &#8220;In Deutschland gibt es nur etwa 300 solcher  VC-Experten&#8221;, schätzt Manfred Zottmann, Personalberater in Frankfurt.  Sie können sich ihre Stellen aussuchen: Festgehälter bis 250 000 DM plus  100 % Bonus sind in der Branche nicht selten. Mit noch mehr Geld sind  die begehrten Mitarbeiter aber nicht zu locken. &#8220;Wenn man sie überhaupt  zu einem Wechsel bewegen kann, dann mit größerer Internationalität, mit  einem großen Namen oder mit mehr Freiraum in den Entscheidungen&#8221;, sagt  Zottmann.</p>
<p>Der Mangel an erfahrenem Personal lähmt das Geschäft. Selbst VC aus  der ersten und zweiten Reihe müssen neue Mitarbeiter mühsam heranziehen.  Der Personalmangel ist so groß, dass VC auch direkt Uni- und  MBA-Absolventen einstellen. Doch bis die Neuen ohne Aufpasser arbeiten  können, dauert es oft mehrere Jahre. Zunächst steht deshalb  ausschließlich Training auf dem Programm. &#8220;Am Anfang lassen wir keinen  allein auf unsere Portfolio-Unternehmen los&#8221;, sagt Hendrik Brandis,  Partner bei Earlybird in München. Neue Mitarbeiter sind dort zunächst  zur Untätigkeit verdammt: Sie schauen einem erfahrenen Kollegen über die  Schulter.</p>
<p><strong>Berufsanfänger haben viel zu lernen</strong></p>
<p><strong> </strong>Beim Konkurrenten Wellington verbringen neue Mitarbeiter sogar  das gesamte erste halbe Jahr nur mit Schulungen. Beispiel: In Kürze  tritt ein MBA-Absolvent bei Wellington an, die ersten sechs Monate  arbeitet er aber als Vorstandsassistent in einem Unternehmen, an dem  sein Arbeitgeber beteiligt ist. Danach geht das Lernen in der Münchner  Zentrale weiter: &#8220;Bis wir einen solchen Berufsanfänger komplett  ausgebildet haben, vergehen drei Jahre&#8221;, sagt Wellington-Partner  Mannheimer. &#8220;Eigentlich haben wir dafür keine Zeit &#8211; aber was bleibt uns  anderes übrig?&#8221;</p>
<p>Branchenprimus <a title="Informationen zur Aktie einblenden">3i</a> sieht sich in einer besseren Position als die kleinen und mittleren  Rivalen. Berufsanfänger stelle die Gesellschaft nicht ein, erklärt  Personalchef Michael Donat. Trotzdem dauere es sechs Monate, um neuen  Kollegen den Schliff  zu verpassen.</p>
<p>Auch die VC-Töchter großer Konzerne haben geringere Probleme,  Mitarbeiter zu finden. Daimler-Chrysler Venture oder die Telekom-Tochter  T-Venture können mit den großen Namen ihrer Mütter protzen und sich bei  deren Personal bedienen. Branchenexperten gibt es in den Konzernen  genug, das Beteiligungsgeschäft müssen sie aber trotzdem erst noch  lernen. Dennoch ist für Konzern-Töchter selbst die Besetzung exotischer  Positionen kein Ding der Unmöglichkeit &#8211; sie müssen nur genug zahlen. So  sucht Siemens Venture Capital gerade einen Investment-Manager für  Israel: &#8220;Inzwischen haben wir Kandidaten, aber die sind unheimlich  teuer&#8221;, klagt Personal-Mann Bruno Steis.<strong> </strong></p>
<p><strong>VC-Profis erwarten hohe  Erfolgsbeteiligungen</strong></p>
<p>Dabei zahlen die VC-Konzern-Töchter ohnehin üppige Grundgehälter.  Zusätzliche Boni sorgen nämlich oft für dicke Luft bei Mitarbeitern  anderer Teile der Großunternehmen. Daimler-Chrysler Venture zum Beispiel  hat gerade ein Konzept erstellt, wie Mitarbeiter künftig an den  Gewinnen aus dem Verkauf einer Beteiligung beteiligt werden sollen.  VC-Profis erwarten eine solche Bezahlung von ihrem Arbeitgeber. Die  Konzern-Oberen bei Daimler-Chrysler tun sich mit der Entscheidung jedoch  schwer. &#8220;Da spielt der Neid der Kollegen eine große Rolle, weil es eine  Erfolgsbeteiligung dieser Art in anderen Konzern-Töchtern nicht gibt&#8221;,  sagt Investment-Manager Martin Stein.</p>
<p>Wie die Entscheidung ausgehen wird, ist dennoch leicht vorherzusehen:  Die Mitarbeiter der VC-Tochter werden die Gewinnbeteiligung bekommen.  Kein VC und kein Konzern-VC kann es sich erlauben, auf gute Mitarbeiter  zu verzichten.</p>
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