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	<title>Personal &#38; Training &#187; Burn-Out</title>
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	<description>Der Blog für Personaler</description>
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		<title>Psychische Belastungen am Arbeitsplatz verursachen Kosten in Milliardenhöhe</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 10:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gerwert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Arbeitsbedingte psychische Belastungen verursachen in Deutschland jährlich Kosten von gut sieben bis knapp 30 Milliarden Euro - je nachdem, ob man sich dabei auf arbeitsbedingte psychische Störungen im engen Sinne konzentriert, oder auch körperliche Erkrankungen hinzurechnet, die auf psychische Belastungen am Arbeitsplatz zurückzuführen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie. Weiteres Ergebnis: Betriebliche Präventionsprogramme nutzen nicht nur der Gesundheit der Beschäftigten, sondern zahlen sich auch wirtschaftlich aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Quelle: <em>Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung </em></p>
<p>Arbeitsbedingte psychische Belastungen verursachen in Deutschland jährlich Kosten von gut sieben bis knapp 30 Milliarden Euro &#8211; je nachdem, ob man sich dabei auf arbeitsbedingte psychische Störungen im engen Sinne konzentriert, oder auch körperliche Erkrankungen hinzurechnet, die auf psychische Belastungen am Arbeitsplatz zurückzuführen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie. Weiteres Ergebnis: Betriebliche Präventionsprogramme nutzen nicht nur der Gesundheit der Beschäftigten, sondern zahlen sich auch wirtschaftlich aus.</p>
<p><span id="more-795"></span>Psychische Störungen verursachten im Jahr 2008 insgesamt Behandlungskosten von knapp 29 Milliarden Euro. Die indirekten Kosten betrugen sogar 45 Milliarden Euro. Dieser Wert ergibt sich aus der Zahl der ausgefallenen Arbeitstage multipliziert mit dem Betrag, den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer pro Tag erwirtschaftet. In diesen Gesamtzahlen sind die Kosten sämtlicher psychischer Störungen enthalten &#8211; unabhängig davon, welchen Grund sie hatten. Das haben der Epidemiologe Dr. Wolfgang Bödeker und der Mathematiker Michael Friedrichs im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung ermittelt.</p>
<p>Psychische Probleme seien eine wesentliche Ursache für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung, schreiben die Wissenschaftler vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen beziehungsweise vom Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Uniklinik Essen. Unter psychische Störungen fällt eine ganze Reihe von Krankheitsbildern. Mit Abstand am häufigsten sind Arbeitsausfälle durch gesundheitliche Einschränkungen der Kategorie &#8220;neurotische, belastungs- und somatoforme Störungen&#8221;, dazu gehören etwa Angstzustände. Auf Rang zwei folgen die &#8220;affektiven Störungen&#8221;, beispielsweise Depressionen. Wiederum mit großem Abstand folgen Suchtprobleme. Bödeker und Friedrichs verwenden für ihre Berechnungen Daten des Statistischen Bundesamtes sowie Krankenkassenstatistiken.</p>
<p>Aus den unterschiedlichen Erkrankungsrisiken verschiedener Berufsgruppen und weiteren statistischen Informationen lässt sich den Wissenschaftlern zufolge auch ermitteln, welche Kosten auf Gesundheitsstörungen entfallen, die unmittelbar aus dem Berufsleben resultieren; das heißt &#8220;durch Arbeitsbedingungen ganz oder teilweise verursacht sind beziehungsweise in ihrem Verlauf ungünstig beeinflusst werden&#8221;.</p>
<p>Die Kosten arbeitsbedingter psychischer Störungen veranschlagen die Forscher auf 7,1 Milliarden Euro jährlich. Neben den direkten Behandlungskosten beinhaltet die Zahl Kosten des Arbeitsausfalls, Krankengeldzahlungen der Krankenkassen, Kosten krankheitsbedingter Frühverrentungen und Einnahmeverluste sowie Zusatzausgaben der Rentenversicherung.</p>
<p>Psychische Belastungen am Arbeitsplatz &#8211; etwa hoher Leistungsdruck oder geringe Entscheidungsspielräume &#8211; können sich aber nicht nur direkt in psychischen Erkrankungen äußern. Auch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, Kreislauf- sowie Magen- und Darmerkrankungen können die Folge psychisch belastender Arbeitsbedingungen sein. Bezieht man dies in die Schätzung der gesamtwirtschaftlichen Kosten ein, so ist der volkswirtschaftliche Schaden noch erheblich größer als die reinen Kosten psychischer Störungen: Zusammengenommen kommen die Forscher auf rund 10 Milliarden direkte und gut 19 Milliarden Euro indirekte Kosten.</p>
<p>Bödeker und Friedrichs weisen darauf hin, dass betriebliche Gesundheitspolitik einen Beitrag leisten kann, den wirtschaftlichen Schaden von psychischen Erkrankungen und Belastungen zu reduzieren. Zahlreiche Studien aus den USA belegten, dass sich Präventionsmaßnahmen in aller Regel auszahlen &#8211; nicht nur gesamtwirtschaftlich, sondern auch für das einzelne Unternehmen. Nach unterschiedlichen Untersuchungen erzielt ein in Gesundheitsprävention investierter Dollar Erträge zwischen zwei und zehn Dollar.</p>
<p>Quelle: Hans-Böckler-Stiftung</p>
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		<title>Burnout: Vorbeugen statt nachsorgen</title>
		<link>http://www.personal-und-training.de/2010/07/15/burnout-vorbeugen-statt-nachsorgen/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 20:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gerwert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burn-Out]]></category>
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		<description><![CDATA[TÜV Rheinland: Überforderung am Arbeitsplatz nimmt zu Zeitmanagement beugt völliger Erschöpfung vor Freizeit wirklich zur Erholung nutzen Köln (ots) &#8211; Erschöpft, krank, abgekapselt &#8211; Burnout ist längst nicht mehr nur eine Managerkrankheit. Von der Führungskraft bis zur Hausfrau häufen sich die Fälle in Deutschland. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse fühlt sich jeder dritte Berufstätige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>TÜV  Rheinland: Überforderung am Arbeitsplatz nimmt zu<br />
Zeitmanagement  beugt völliger Erschöpfung vor<br />
Freizeit wirklich zur Erholung nutzen</h2>
<p><!-- PIC -->Köln (ots) &#8211;  Erschöpft, krank, abgekapselt &#8211; Burnout ist längst nicht mehr nur eine  Managerkrankheit. Von der Führungskraft bis zur Hausfrau häufen sich die  Fälle in Deutschland. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse  fühlt sich jeder dritte Berufstätige erschöpft oder ausgebrannt.  &#8220;Burnout ist ein Zustand emotionaler und körperlicher Erschöpfung, der  die Betroffenen von ihren Mitmenschen isoliert&#8221;, erklärt Dr. Ulrike  Roth, Arbeitsmedizinerin bei TÜV Rheinland. Betroffene kennen keine  Grenze mehr zwischen einem gesunden Engagement und dem &#8220;Zuviel&#8221;.  Zunehmend sind dies auch Frauen, die Familie und Beruf unter einen Hut  bringen wollen.</p>
<p><span id="more-309"></span>&#8220;Wer ausbrennt, hat vorher für etwas gebrannt&#8221;,  erklärt Dr. Ulrike Roth. Meist tappen Engagierte, Pflichtbewusste und  hoch Motivierte in die Burnout-Falle. Gründe sind oft unrealistische  Erwartungen und Leistungsanforderungen. Auch wenn es heutzutage gang und  gäbe ist, permanent im Stress zu sein &#8211; gesund ist es nicht.  &#8220;Spätestens wenn Beschwerden wie Depression, Rücken- und Kopfschmerzen,  Magen-Darm-Erkrankungen, Schlaflosigkeit oder der Griff zu Suchtmitteln  auftreten, ist die Grenze überschritten&#8221;, warnt die Arbeitsmedizinerin  und empfiehlt die professionelle Unterstützung durch einen Psychologen.  Noch besser: es gar nicht so weit kommen zu lassen. In Kursen zum Thema  Zeitmanagement und Selbstorganisation, wie sie TÜV Rheinland anbietet,  lernen die Teilnehmer, verantwortungsvoll mit den eigenen Kräften  umzugehen und sich realistische Ziele zu setzen &#8211; in Beruf und in der  Familie. Zu den Lernzielen gehört, die Arbeit zu ordnen und zu planen,  um den Überblick zu behalten. Wichtig ist auch, delegieren zu können,  denn keiner kann alles alleine schaffen. &#8220;Gefragt sind allerdings auch  die Arbeitgeber&#8221;, ist Dr. Ulrike Roth überzeugt. Unternehmen müssen die  Rahmenbedingungen schaffen, damit sich das Arbeitspensum des Einzelnen  in einem machbaren Rahmen bewegt. Eine systematische Ressourcenplanung  verhindert, dass Einzelne ihre Arbeitskraft vielleicht sogar zunächst  unbemerkt über Gebühr verschleißen.</p>
<p>&#8220;Erfolg und eine gesunde  Work-Life-Balance schließen sich nicht aus&#8221;, ermutigt Dr. Roth. Wer  langfristig gesund und arbeitsfähig bleiben will, muss regelmäßig Kraft  schöpfen können. Deshalb sollte die Freizeit wirklich nur zur Erholung  genutzt werden. Ständige Erreichbarkeit für den Arbeitgeber ist nicht  nur nervig für Familie und Freunde, sondern erschwert auch das  entspannte Abschalten.</p>
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		<title>Burnout und das Unternehmensumfeld – wer ausbrennt, muss einmal gebrannt haben</title>
		<link>http://www.personal-und-training.de/2010/04/30/burnout-und-das-unternehmensumfeld-%e2%80%93-wer-ausbrennt-muss-einmal-gebrannt-haben/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 13:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gerwert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burn-Out]]></category>
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		<description><![CDATA[von Ursula Jocham (München) „Mein Umfeld macht mich krank. Ich arbeite ständig und immerfort und fühle mich dabei wie ein Hamster im Laufrad. Aber das schlimmste &#8211; es interessiert niemanden.“ sagt Maria, Mitarbeiterin eines mittelständischen Dienstleistungsunternehmens. Kommen Ihnen diese Worte bekannt vor? Maria ist eine Perfektionistin, jemand, der einfach nicht loslassen kann – das sagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Ursula Jocham (München)<br />
</strong></p>
<p>„Mein Umfeld macht mich krank. Ich arbeite ständig und immerfort und fühle mich dabei wie ein Hamster im Laufrad. Aber das schlimmste &#8211; es interessiert niemanden.“ sagt Maria, Mitarbeiterin eines mittelständischen Dienstleistungsunternehmens.</p>
<p><span id="more-193"></span></p>
<p>Kommen Ihnen diese Worte bekannt vor?</p>
<p>Maria ist eine Perfektionistin, jemand, der einfach nicht loslassen kann – das sagt ihr Chef. Dagegen kann die Firma nichts tun und es ist auch nicht die Aufgabe ihres Arbeitgebers. Ergo: Maria wird irgendwann für einige Zeit ausfallen und sich nach ihrer Genesung sehr wahrscheinlich ein anderes Unternehmen suchen.</p>
<p>„Kein Problem, der nächste Mitarbeiter wird eingestellt, der dem Druck gewachsen ist. Jeder ist ersetzbar.“ Solche Sätze sind die gängige Reaktion der Unternehmensvertreter.</p>
<p>Aber muss das so sein? Fakt ist, dass engagierte und motivierte Mitarbeiter anfälliger für Burnout sind – „auszubrennen“, am eigenen Feuer zu verbrennen um dann zu verlöschen. Sich selbst, ihr Handeln, Fühlen und Denken nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Irgendwann leer und ausgepowert im Endstadium des Burnout der Erschöpfung von Körper, Geist und Emotionen mit einer langwierigen Regenerationsphase den nötigen Tribut zollen zu müssen.</p>
<p>Der Akku ist irgendwann leer, wenn er nicht aufgeladen wird. Eigentlich logisch. Aber was lädt den Akku auf? Ein bisschen Entspannung, Erholung, ein gesundes Privatleben, ein sicheres soziales Umfeld? Reicht das?</p>
<p>Das wäre zu einfach. Denn die Gründe für den Ausbruch des Burnoutsyndroms liegen mitnichten nur in der Person und deren Privatleben, sondern auch das Arbeitsumfeld spielt eine wichtige Rolle.</p>
<p>Wichtige Einflussfaktoren sind hier die zunehmende Arbeitsüberlastung und der Zeitdruck, aber auch ein oftmals immer weniger existierendes soziales Umfeld im Sinne eines Miteinanders der Kollegen und Kolleginnen. Der häufig sichtbare Wertekonflikt zwischen den Sein und dem Schein der Unternehmensleitlinien, schöne Worte in Unternehmensbroschüren oder im Internet versus der nackten Realität, wo nur Leistung und Zahlen zählen.</p>
<p>Fairness im Umgang mit den Mitarbeitern? Fehlanzeige in so manchem Unternehmen. Das fängt bei einer fairen Entlohnung an und endet beim Fehlen von Wertschätzung am Arbeitsplatz über die so viele Menschen klagen. Zuletzt sind wichtige Rahmenbedingungen, auf die der einzelne Mitarbeiter keine Kontrolle hat ein bedeutender Faktor. Sei es in Form von zu starren Strukturen, die einengen und die Luft zum arbeiten und leben nehmen, ein Kämpfen gegen Windmühlen. Oder auch das Gegenteil – die Nichtexistenz von Zielen, ein simples Chaos für den Beschäftigten, der nie weiß woran er ist. Ist genug nun schon genug?</p>
<p>Erfolgreiche Unternehmen setzen hier auf die Prävention. Sie nehmen die Verantwortung des Arbeitgebers &#8211; die Fürsorgepflicht &#8211; ernst und sehen ihre Mitarbeiter als Menschen mit individuellen Fähigkeiten, die es zu schützen gilt. Sie sehen den enormen Schaden, den ein ausgebrannter Mitarbeiter verursacht – bei sich selbst und im Unternehmen. Denn meist bleibt es nicht bei einem einzelnen Betroffenen.</p>
<p>Aufmerksamkeit und Achtsamkeit ist angebracht. Ein Schwellbrand kann leicht zum Flächenbrand ausarten. Hier gilt es zu untersuchen wo die Gründe im Unternehmensumfeld liegen und diese Faktoren, wenn möglich, zu minimieren oder auszugleichen. Sich mit der Thematik auseinander zu setzen und Prioritäten zu setzen. Aber auch den Menschen die Möglichkeit zu geben selbst herauszufinden wo ihre Grenzen liegen, &#8211; in Workshops oder Coachings. Kursangebote im Bereich Sport und Entspannung sind weitere Möglichkeiten zur Salutogenese. Nur eine Möglichkeit für die Entstehung und Erhaltung der Gesundheit im Unternehmen. Die Zusammenhänge erkennen. Informieren und handeln. Um als Unternehmen immer noch erfolgreicher zu werden, &#8211; mit gesunden und motivierten Mitarbeitern.</p>
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		<title>Erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde</title>
		<link>http://www.personal-und-training.de/2010/04/12/erschopft-ausgebrannt-arbeitsmude/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 07:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gerwert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burn-Out]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus FAZ (08.03.2010): Von Georg Meck Gerade junge Akademikerinnen sind betroffen vom Burnout-Syndrom Am liebsten wäre Mareike nur noch im Bett geblieben. Schon am frühen Morgen fühlte sie sich müde, erschöpft, ausgebrannt. „Ich hatte keinen Antrieb zu gar nichts, alles war mir zu viel“, sagt die junge Frau. Gerade 30 war sie geworden, als sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE6BD3920E13944DF191A692AB4DD9FA15%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html"></a>Aus FAZ (08.03.2010): Von Georg Meck</p>
<p>Gerade junge  Akademikerinnen sind betroffen vom Burnout-Syndrom</p>
</div>
<p>Am  liebsten wäre Mareike nur noch im Bett geblieben. Schon am frühen  Morgen fühlte sie sich müde, erschöpft, ausgebrannt. „Ich hatte keinen  Antrieb zu gar nichts, alles war mir zu viel“, sagt die junge Frau.  Gerade 30 war sie geworden, als sie spürte, ihr High-Potential-Leben  gerät aus den Fugen: „Ich war im Paradies, und in mir fühlte ich die  Hölle.“</p>
<p>Nichts erfreute sie mehr, obwohl alles zum Besten schien:  glückliche Ehe, der Mann gut verdienender Akademiker wie sie,  aufregender Job in einem Dax-Konzern. Immer wenn dort Pioniergeist  gefragt ist, meldet sie sich. So geht es Projekt für Projekt nach oben.  Zwei Dutzend Leute hat sie rasch in ihrem Team und den Zwang, jede  Aufgabe perfekt zu erledigen: „Ich brauchte die Anerkennung, bekam mich  nicht mehr runtergeregelt.“ Nur im Ausnahmefall verbringt die  Jungmanagerin weniger als 14 Stunden in der Firma, den Takt aus der  Arbeit hält sie auch abends. „Wenn ich mich in der Kneipe verabredet  habe, dann mit drei Bekannten nacheinander.“<br />
<span id="more-121"></span></p>
<h3>„Ich habe nur noch geschrien“</h3>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE6BD3920E13944DF191A692AB4DD9FA15%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#61A5ED0189ED462E9471583D1912CCD6"><img title="Burnout-Syndrom: Erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde" src="http://www.faz.net/m/%7B61A5ED01-89ED-462E-9471-583D1912CCD6%7Dg174_4.jpg" alt="Burnout-Syndrom: Erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde" width="174" height="223" /></a></div>
<p>Der Stress nimmt zu, private Sorgen ziehen  auf: Warum klappt es nicht mit der Schwangerschaft? Und falls das Baby  kommt, wie geht’s dann weiter mit der Karriere? Der Körper sendet erste  Alarmsignale. „Ich konnte nicht mehr richtig schlafen, bin von einem  Arzt zum nächsten gerannt.“</p>
<p>Als sie an einen Mediziner gerät, der  sie brutal mit der Wahrheit konfrontiert („Ihr Akku ist völlig leer“),  bricht sie in der Praxis zusammen: „Ich hatte eine Stunde lang einen  Weinkrampf.“ Fünf Wochen Auszeit werden ihr verordnet. Danach geht es  weiter wie zuvor. Bis zum nächsten Zusammenbruch, „doppelt so heftig,  ich habe nur noch geschrien“. Schließlich wird Mareike in eine Klinik  eingewiesen. Diagnose: „schwerer Burnout“.</p>
<h3>Jeder Neunte ist  betroffen</h3>
<p>Im strikten Sinn handelt es sich beim Burnout-Syndrom um keine  Krankheit, sondern um einen „Zustand körperlicher, psychischer und  geistiger Erschöpfung, der durch normale Erholungszeiten nicht mehr  kompensiert werden kann“, wie der Frankfurter Psychoanalytiker Hansjörg  Becker erklärt.</p>
<p>Exakte Zahlen über die Verbreitung liegen nicht  vor, alle Fachleute aber bestätigen: Burnout ist zu einem Massenphänomen  geworden. Jeder Neunte leidet in Deutschland darunter, schätzen die  Betriebskrankenkassen.</p>
<p>Psychische Störungen sind einer der  häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit. Jeder Vierte, der von der  Allianz Geld aus der Berufsunfähigkeitsversicherung erhält, tut dies  wegen psychischer Störungen: „Die Anzahl der Schadensfälle hat deutlich  zugenommen“, sagt eine Konzernsprecherin. „Intensität wie Häufigkeit von  Burnout-Fällen steigen“, bestätigt der auf dieses Gebiet spezialisierte  Frankfurter Therapeut Hansjörg Becker. Der Trend sei so stark, dass „es  den Unternehmen weh tut, da immer mehr Leute deswegen ausfallen“.</p>
<h3>Aufputschmittel  und Alkohol beschleunigen den Verfall</h3>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE6BD3920E13944DF191A692AB4DD9FA15%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#B1F7DA1DFAA849898F340D97C48AECA9"><img title="Burnout-Syndrom: Erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde" src="http://www.faz.net/m/%7BB1F7DA1D-FAA8-4989-8F34-0D97C48AECA9%7Dg174_4.jpg" alt="Burnout-Syndrom: Erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde" width="174" height="223" /></a></div>
<p>Die Arbeit in den Büros hat sich verdichtet,  mit der Flut an Mails kommt der Kopf nicht mehr mit. Die Angst um den  Job tut ein Übriges. „Um sich in der Firma unentbehrlich zu machen,  geben die Leute das Letzte, oft mehr, als sie können“, schildert Pfarrer  Hartmut Zweigle, Betriebsseelsorger im Großraum Stuttgart, die Zustände  in IT- und Autoindustrie.</p>
<p>„Viele haben außerhalb der Arbeit keine  sozialen Kontakte mehr.“ Wenn er die Hilfesuchenden fragt, was sie nach  Feierabend so treiben, nennen sie vielleicht noch das Fitness-Studio.  „Viel mehr ist da nicht.“</p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE6BD3920E13944DF191A692AB4DD9FA15%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#03A96C4C6A7242FFBAFDBAAAA1F4C558"><img title="Burnout-Syndrom: Erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde" src="http://www.faz.net/m/%7B03A96C4C-6A72-42FF-BAFD-BAAAA1F4C558%7Dg174_4.jpg" alt="Burnout-Syndrom: Erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde" width="174" height="223" /></a></div>
<p>Unternehmer berichten davon, dass übereifrige  Mitarbeiter sich weigern, Urlaub zu nehmen. Ein Dienstleistungskonzern  in Frankfurt bezahlt einen Trainer eigens dafür, dass er die Leute  spätabends nach Hause schickt: „Die glauben, wenn um 23 Uhr kein Licht  mehr an ihrem Schreibtisch brennt, sind sie Schwächlinge.“</p>
<p>Häufig  kommt mit dem Burn-out der Alkohol. „Abends leeren sie die Minibars,  morgens schlucken sie Aufputsch-Medikamente“, sagt der Hamburger  Professor Matthias Burisch. „Das beschleunigt den Zerfall.“</p>
<h3>Immer  auf der Suche nach dem nächsten Kick</h3>
<p>Fast jeder kennt heute  Fälle aus dem Bekanntenkreis: Da ist die alleinerziehende Studentin, die  das Examen erzwingen will und unter dem Druck verzweifelt. Oder der  Qualitätsingenieur, der Tag für Tag 225 Mails abarbeitet, bis er  zusammenklappt. Oder die überehrgeizige Teamleiterin, die sich, zurück  aus der Elternzeit, auf dem Abstellgleis findet („Man gibt mir nur noch  aussichtslose Projekte“) und einen Hörsturz erleidet, der oft einhergeht  mit dem Burnout.</p>
<p>Und dann berichten Psychiater von tragischen  Fällen wie der der 34-jährigen Pharma-Managerin, die sich einredet, mit  vier Stunden Schlaf auszukommen, und nach einem Herzstillstand im Büro  stirbt. Dreimal war sie davor schon zusammengebrochen, jedes Mal hat sie  danach ein paar Tage durchgeschlafen, dann trieb es sie zurück an ihre  Planstelle – und in den Tod.</p>
<p>Zum öffentlichen Thema wird das  Burnout-Syndrom dann, wenn es einen Prominenten erwischt, wie seinerzeit  den Skispringer Sven Hannawald oder jetzt Miriam Meckel. Die  Lebensgefährtin von Anne Will, einst jüngste Professorin Deutschlands,  hat ihre Leidensgeschichte in einem Buch verarbeitet.</p>
<p>In „Briefe  an mein Leben“ (Rowohlt) schildert sie ihre Kur in einer Allgäuer  Klinik, wo sie sich nach einem Kollaps erholt von ihrem  Hochleistungsleben, von „der Suche nach dem nächsten Kick, der genug  Adrenalin ausschüttet, damit ich mich gut fühle“.</p>
<h3>Burnout häufig  in Helferberufen</h3>
<p>Zum ersten Mal aufgetaucht ist der Begriff  „burnout“ im Jahr 1974. Der amerikanische Psychologe Herbert  Freudenberger beobachtete in Drogenberatungsstellen, dass viele junge,  vormals hochmotivierte Mitarbeiter nach wenigen Jahren nur noch  abgestumpft und zynisch ihre Arbeit versahen – dieses Phänomen nannte er  „Burn-out-Syndrom“.</p>
<p>Die Opfer wurden zunächst in den  Helferberufen vermutet, bis heute sind Krankenschwestern, Erzieherinnen  besonders häufig betroffen, ausgebrannte Lehrer füllen ganze Kliniken.  Eine Reihe von Reparaturbetrieben hat sich auf Burnout spezialisiert:  Coaching-Firmen, Kurkliniken, Wellness-Hotels, die „Mental Health“ und  „Life Executive Coaching“ ins Programm aufnehmen.</p>
<p>Oft beginnt, was  im Extrem mit der Arbeitsunfähigkeit endet, mit überdurchschnittlichem  Engagement. „Burnoutler sind dem Chef anfangs die liebsten Mitarbeiter,  da sie sich aufopfern für ihre Aufgabe“, sagt Mareike.</p>
<p>Nur wer für  eine Sache gebrannt hat, kann auch ausbrennen, bestätigen Experten.  „Nicht zu viel Arbeit ist das Problem, sondern das Gefühl dabei“,  ergänzt Professor Matthias Burisch. Die Burnout-Gefahr werde akut, wenn  jemand in der Falle sitzt; „in einer beruflichen Sackgasse, ausgeliefert  einem missgünstigen Chef“.</p>
<h3>Anerkennung schützt vor Burnout</h3>
<p>In  den Praxen fällt auf, dass die Patienten immer jünger werden. Und immer  weiblicher. Eine Gruppe kreisen die Fachleute als besonders gefährdet  ein: junge Frauen, Anfang 30, hochbegabt, ehrgeizig. Akademikerinnen in  der „Rush-hour des Lebens“, die auf der Höhe der körperlichen Kraft und  der Leistungsfähigkeit an Grenzen stoßen; „Weltrekordlerinnen“, wie sie  Burisch nennt, die alles auf einmal wollen: tolle Karriere, toller Mann,  tolle Kinder.</p>
<p>Schwäche zeigen ist dabei verboten, zumindest  glauben sie das. „Sonst haben wir schon verloren gegen die Männer,  können uns nicht behaupten gegen die Karriereheinis in unserem Umfeld“,  sagt Mareike. In ihrer Kur traf sie auf ganze zwei Männer – der Rest  ausschließlich Frauen.</p>
<p>Weitgehend verschont vom Burnout bleibt  ausgerechnet die Gruppe, in der die höchste Belastung vermutet wird:  Top-Manager brennen selten aus, berichtet Therapeut Becker, der mit  seiner Firma Insite etliche Konzerne berät: „Ganz nach ganz oben schafft  es nur, wer stressresistent ist.“ Zudem erfährt der Vorstand die  angemessene Anerkennung, und sei es nur in Form des hohen Gehalts – auch  das schützt vor Burnout.</p>
<h3>Keine Überstunden mehr</h3>
<p>Weitere  Gegenmittel klingen simpel: frische Luft, Bewegung, Interessen außerhalb  des Berufs – und, ganz wichtig: stabile private Beziehungen. „Ohne  meinen Mann wäre ich in der Klapsmühle gelandet“, erzählt Mareike, die  sich nach anderthalb Jahren Pause wieder stark genug fühlt, um ins Büro  zurückzukehren – mit therapeutischer Hilfe, ohne Überstunden.</p>
<p>Ihre  nächste Auszeit kündigt sich bereits an, endlich hat es mit der  Schwangerschaft geklappt. Dann beginnt ein neues Leben, sagt die  Jungmanagerin: „Ich werde ganz sicher nicht acht Wochen nach der  Entbindung zurückkehren, auch wenn das die Karriere eigentlich  verlangt.“</p>
<p>Quelle:http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E6BD3920E13944DF191A692AB4DD9FA15~ATpl~Ecommon~Scontent.html</p>
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